Steuerungen

Unsere Spezialität ist die Migration vorhandener Steuerungen, da wir auch in diesem Bereich in Ihrem Interesse auf die Erhaltung von Werten achten.

Selbstverständlich planen und realisieren wir auch Steuerungsaufgaben für Neuanlagen nach Ihren Vorgaben.

Allgemein

Eine andere Betrachtungsweise als für Schaltanlagen gilt für Steuerungen, die einen wesentlich kürzeren Lebenszyklus aufweisen.
Die Gründe sind vielfältig:

  • Der Hersteller hat die Steuerung abgekündigt, d.h. den Service reduziert oder eingestellt, die Ersatzteilversorgung ist nicht mehr gewährleistet oder verteuert.
  • Durch Defekt, wie z.B. durch Überspannungen, ist die Reparatur nicht mehr wirtschaftlich.
  • Durch eine neue Generation von Steuerungen sind zusätzliche Funktionen möglich, die einen Umbau wirtschaftlich machen, wie
    - Anbindung an ein Leitsystem
    - Anbindung abgesetzter Einheiten über Busverbindung
    - Bedienung über eine Panel
    - Nutzung zusätzlicher Softwarebausteine wie Regler
  • Angleichung an Neusysteme in anderen Anlagen mit Vorteilen für die Ersatzteilhaltung, Schulung von Mitarbeitern oder Software- Tools

Migration

Eine Migration kommt immer dann infrage, wenn wesentliche, d.h. kostenintensive Bestandtteile der Altanlage, sei es Software oder Hardware für die Neuanlage übernommen werden können.
Aufgrund der immens gestiegenen Funktionalität moderner Software wird sich in der Praxis eine Migration zumeist auf die Hardware erstrecken.

Im Bild sehen wir eine modular aufgebaute Steuerung AEG Typ A250.
Obwohl dieser Steuerungstyp äußerst zuverlässig in vielen Anlagen über 2 Jahrzehnte störungsfrei im Einsatz war, ist ihr Austausch dringend geboten, da sie bereits seit Jahren vom Hersteller abgekündigt wurde.

Ein Mehrwert für den Anwender sind die folgenden Punkte:

  • Die links im Bild noch erkennbaren Grenzwertmelder sollten aufgrund ihres Alters ersetzt werden. Da ihre Funktion in eine neue Steuerung integriert werden kann, entfallen sie ersatzlos.
  • Ein geografisch abgesetzter Anlagenteil kann über eine externe Einheit angekoppelt werden. Die Fahrten zu diesem Anlagenteil entfallen größtenteils, da Bedienung und Überwachung von der Hauptanlage erfolgen können.
  • Vorgesehene Änderungen in den Funktionsabläufen und der Bedienung können im Zuge der Erneuerung eingebracht werden. Die Bedienung erfolgt ohne Umbau der Schalter und Anzeigelampen über ein Bedienpanel.

Bei geöffneten Abdeckungen sieht man den erheblichen Aufwand für die Verdrahtung der Ein- und Ausgabemodule. Der komplette Ersatz der E/A- Ebene würde einen immensen Aufwand für die Umverdrahtung erfordern, anschließend wäre eine komplette Neuinbe-triebnahme unumgänglich.
Da diese Baugruppen vom Hersteller unter-stützt werden, steht ihrer Weiterverwendung nichts im Wege. Im vorliegenden Fall können so die Kosten für diese Hardware und die Neumontage bei Verwendung einer Schneider Quantum- Steuerung vermieden werden, da diese an die vorhandenen Ein- Ausgabebaugruppen angekoppelt werden kann. Wie im Bild ersichtlich, findet diese Steuerung im Baugruppenträger unterhalb der Grenzwertmelder Platz. Ein nicht unerheblicher Vorteil ist, dass während des Zeitraumes der Inbetriebnahme jederzeit der Altzustand hergestellt werden kann, so dass nachts oder am Wochenende wieder die bewährte Konfiguration im Einsatz ist.

Der Einsatz eines Anzeige- und Bedienpanels als Farb- Touch- Screen ist bei einer solchen Anlagenerwei-terung bereits normaler Standard und bietet einen zeitgemäßen Bedienkomfort. Insbesondere sind grafische Darstellungen wie Ganglinien von Meßwerten sehr hilfreich für die Optimierung von Abläufen. Die Anbindung an ein übergeordnetes Leitsystem stellt keine besondere Herausfor-derung mehr dar, die Überwachung der Anlage per Notebook von jedem beliebigen Ort aus ist heute bereits selbstverständlich.