Stadtwerke Metzingen- Migration abgeschlossen

EKS- Anlagenbau hat bei den Stadtwerken Metzingen jetzt in der 2. Baustufe die Migration der speicherprogrammierbaren Steuerungen, kurz SPS, abgeschlossen.

Ohne elektronische Steuerungen sind komplexe Abläufe, wie sie bei der Steuerung z.B. eines Wasserwerkes auftreten, nicht realisierbar.
Andererseits haben elektronische Bauteile, bedingt durch die rasante Entwicklung, einen kurzen Lebenszyklus.

An einen Fachbetrieb, wie EKS- Anlagenbau, wird daher die Aufgabe gestellt, die hohe Verfügbarkeit der Kundenanlagen zu garantieren und dabei die wirtschaftlichen Aspekte zu berücksichtigen.

Bei den jetzt umgerüsteten Anlagen waren AEG- Steuerungen im Einsatz, die zur damaligen Zeit bereits eine fortschrittliche Architektur aufwiesen: Der Prozessor, also das Gehirn der Anlage war durch ein Bussystem mit der Ein- Ausgabe- Ebene verbunden. Der Grundgedanke war, digitale und analoge Ein- und Ausgaben so zu platzieren, dass die Verdrahtungswege kurz gehalten werden konnten.

Nach Jahren störungsfreien Betriebs wurden die Prozessoren vom Hersteller "abkgekündigt", da wichtige Bauteile nicht mehr gefertigt wurden.
Da die AEG- Linie zwischenzeitlich in der Firma Schneider aufgegangen ist, wurden in einem ersten Bauabschnitt die Prozessoren ersetzt und über das Bussystem mit der vorhandenen Ein- Ausgabe- Ebene verbunden.
Durch die gesteigerte Leistungsfähigkeit dieser Geräte war es nun möglich, die bisherigen Symbolbildern mit Schaltern, Tastern, Lampen und Messgeräten stillzulegen und die Bedienung über Touch- Screen- Monitore zu realisieren.
Dazu kommt noch die Möglichkeit, das gesamte Abbild der Anlage per Internet an jeden beliebigen Ort zu übertragen. So kann das Personal die Anlage bei Bedarf die Anlage "vom Sofa" aus überwachen und steuern.

Nun wurden vom Hersteller auch die Ein- Ausgabe- Komponenten abgekündigt, so dass EKS- Anlagenbau in einem zweiten Bauabschnitt auch diese durch moderne Bauteile ersetzt hat.

Die Stadtwerke Metzingen verfügen jetzt über eine moderne SPS- Technik mit einem hohen Bedienkomfort und Verfügbarkeit.

_Baustufe 1 umfasst den Austausch des Prozessors und die Bedienung über einen Touch- Screen
Neue Steuerungszentraleinheit mit Touch- Sreen für die Bedienung
_Der Touch- Screen ersetzt Symbolbild, Schalter und Meldetableaus
_Baustufe 2, alte E-A-Ebene vor dem Umbau
_Baustufe 2, neue E-A-Ebene nach dem Umbau


Gemeinde Baiersbronn- Sanieren mit Augenmaß

EKS- Anlagenbau hat für die Gemeinde Baiersbronn die Sanierung für eine Reihe von Hochbehältern durchgeführt.
Grund war die Abkündigung der dort verwendeten Steuerungen A020 und A120 der ehemaligen AEG.
Diese sogenannte Abkündigung bedeutet, dass für die Geräte keine Ersatzteile geliefert werden können und damit auch kein Reparaturservice angeboten wird. Da dies auch für die verwendeten Programmiergeräte gilt, kann die Funktion der Versorgungsanlagen nicht mehr sichergestellt werden.
Für einen Versorgungsbetrieb ist dies kein tragbarer Zustand, so dass eine Modernisierung notwendig wurde.
Bei dieser Gelegenheit sollte einem weiteren Umstand Rechnung getragen werden:
Die Wasserversorgung Baiersbronn benötigt aufgrund der topographischen Situation sehr viele Einzelstationen, die, besonders im Winter, schwer zugänglich sind.
Aus diesem Grund sollte mit der Erneuerung der Steuerungen eine Fernüberwachung implementiert werden.

Die Aufgabenstellung war daher, diese Geräte durch eine zeitgemäße Baureihe zu ersetzen, wobei noch zusätzliche Forderungen zu berücksichtigen waren:

  • Die Schaltanlagen selbst waren aufgrund der sorgfältigen Pflege in einem hervorragenden Zustand und sollten daher erhalten bleiben. Eine Überprüfung auf Verschleißteile und eine Aufrüstung auf heutige Sicherheitsanforderungen war allerdings vorzunehmen.
  • In der Vergangenheit wurden die wichtigsten Signale benachbarter Anlagen über Fernmeldekabel ausgetauscht.
    Ziel war es, von jeder Station aus auf die kompletten Daten anderer Stationen zuzugreifen und diese über einen Ferneingriff zu steuern.
  • Steuerung und Visualisierung sollte nicht mehr über mechanische Einzelkomponenten, sondern über moderne Farb- Touch- Screens erfolgen.
  • Die Registrierung wichtiger Betriebsdaten erfolgt bisher über wartungsaufwendige Tinten- Schreiber und soll künftig über rein elektronische Komponenten Erfolgen.

EKS- Anlagenbau hat sich aufgrund guter Erfahrungen für Steuerungen des Fabrikats Schneider Typ M340 entschieden.







Bild 1
zeigt die Schaltanlage im Originalzustand. Auf der Montagplatte ist rechts oben die Steuerung A020 mit ihrem Erweiterungsgerät eingebaut. Die Steuerung A020 war zu ihrer Zeit ein kompaktes und leicht zu handhabendes Gerät. Aus heutiger Sicht sind die Funktionen natürlich spärlich, was eine erhebliche Anzahl externer Bauteile notwendig machte, wie die Innenseite der rechten Türe deutlich aufzeigt.











Die neu installierte Steuerung M340 gemäß Bild 2 kommt mit dem vorhandenen Platz trotz des immensen Funktionszuwachses bestens zurecht. Insbesondere verarbeitet diese im Gegensatz zur Originalsteuerung auch die immens wichtigen Analogwerte. Dies ermöglicht den Verzicht auf mechanische Anzeigegeräte und störanfällige Grenzwertmelder.





Für die Visualisierung und Bedienung wurde ein 11“- Bediengerät der Firma Schneider verwendet. Bild 3 zeigt den Startbildschirm, von dem aus schnell in die Übersicht der Gesamtanlage, Bilder für Soll- und Zählwerte oder in die Alarmliste verzweigt werden kann.








Als Sonderfunktionen sind Bilder und Karten der Umgebung aufrufbar. Bild 4 zeigt hier die hervorragende Auflösung dieser Geräteserie.











Davon profitiert, wie in Bild 5 ersichtlich, in erheblichem Maße die Darstellung der Gesamtanlage, die einerseits die hydraulischen Gegebenheiten, anderseits alle zugehörigen Meldungen, Meß- und Zählwerte anzeigt.












Über Kommunikations- Komponenten wird die Verbindung zu anderen Stationen und künftig zu einer Fernwirkzentrale aufgebaut. Auf kurze Distanzen können zu kleineren Teilanlagen vorhandene Fernmeldekabel oder Funkverbindungen genutzt werden.
Generell jedoch erhalten die Stationen jedoch einen DSL- Anschluss und können über die Keymile- Geräte nach Bild 6 über eine VPN- Verbindung an das Gesamtnetzwerk angeschlossen werden.



So wird der, auf der Bergspitze gelegene Behälter im Bild 7 zu jeder Jahreszeit erreichbar.